Kreditkarten Sicherheit
Kreditkarten sind sicher
Wer mit einer Kreditkarte bezahlt, kann sich dabei auf etliche Sicherheitsmechanismen verlassen. Denn heute wird meistens die Kreditkarte elektronisch eingelesen – im Gegensatz zu früher, wo oft mit der sogenannten Belegratsche der Beleg ausgefüllt wurde. Deshalb gibt es unmittelbar nach dem Einlesen eine elektronische Autorisierung bei dem Karteninstitut. Wenn im Internet bezahlt wird, wird der dreistellige Sicherheitscode (auch Prüfziffer oder Prüfnummer genannt), der auf der Rückseite der Karte im Unterschriftenfeld zu finden ist, als Ersatz für die Unterschrift des Karteninhabers genutzt. Einer der Sicherheitsmechanismen, die die Kartengesellschaften nutzen, ist die Prüfung, ob die Karte innerhalb von wenigen Stunden an zwei unterschiedlichen Orten eingesetzt wird. Sobald auch nur der geringste Verdacht aufkommt, werden die Karten von den Kartengesellschaften selbst ausgetauscht. Und die Kartengesellschaften leiten Nachforschungen ein.
Ist ein Schaden aufgetreten, haftet der Karteninhaber mit der maximalen Summe von 50 Euro. Es gibt sogar Kartenanbieter, die die Selbstbeteiligung auf 0 Euro reduziert haben – für den Fall, dass sich der Karteninhaber an die Sicherheitsempfehlungen gehalten hat. Die Kreditkarte der Barclay Bank, die BarclayCard, ist solch eine Karte. Verglichen mit der Maestro-Zahlkarte, oft auch als EC-Karte bekannt, ist die BarclayCard im Vorteil: Bei ihr fallen bei einem Diebstahl keine Kosten an, während bei der Maestro-Karte die Versicherung den Schaden erst dann übernimmt, wenn die Karte gesperrt wurde. Wenn zwischen dem Kartenverlust und der Sperrweiterleitung schon Geld mit der Maestro-Karte abgehoben wurde, übernimmt die Kartengesellschaft diesen Schaden nicht. Die Bank begründet dies mit Fahrlässigkeit. Deshalb gilt als wichtigste Regel: die Kreditkarte darf niemals mit der PIN aufbewahrt werden. Auch darf die Karte niemals im Auto liegen bleiben.
Für die Sicherheit der Kreditkarte gibt es einige Tipps: Wenn mit der Kreditkarte gezahlt wird, sollte die Karte nie aus dem Blickfeld des Karteninhabers verschwinden. Üblicherweise bringt der Kellner in einem Restaurant das Lesegerät an den Tisch. Vorsicht ist angebracht, wenn er die Karte in ein anderes Zimmer nimmt. Dabei besteht leicht die Gefahr, dass er die Daten der Kreditkarte kopiert. Zusätzlich sollte der Rechnungsbeleg immer vor der Unterzeichnung geprüft werden. Denn laut einem Gerichtsurteil wird mit der Unterschrift die Zahlung angewiesen, selbst wenn der Betrag fehlerhaft ist. Wenn in solch einem Fall der Karteninhaber zu viel bezahlt hat, ist er auf die Kulanz des Händlers angewiesen.
Wenn an einem Bargeldautomaten Geld abgehoben wird, sollte die PIN immer verdeckt eingegeben werden. Zur Sicherheit haben manche Banken auch eine tägliche oder monatliche Begrenzung des Verfügungsrahmens eingerichtet. Damit wollen sie verhindern, dass bei einem Diebstahl der komplette Verfügungsrahmen gestohlen wird.
Der Karteninhaber sollte auf jeden Fall die monatliche Abrechnung genau prüfen. Denn in der Regel kann er nur innerhalb von 6 Wochen nach der Rechnungsstellung eine Buchung reklamieren. Wenn kein Betrag reklamiert wurde, ist die Abrechnung anerkannt. Dann gibt es kaum mehr eine Möglichkeit, diese Buchung zu stornieren. Alle Kartengesellschaften haben eine kostenlose Hotline eingerichtet, damit rund um die Uhr weltweit eine Kreditkarte gesperrt werden kann, wenn sie gestohlen wurde. Die Karte ist dann unverzüglich gesperrt. Es ist daher ratsam, bei einer Urlaubsreise die Telefon-Hotline und die Kreditkartennummer separat zu notieren, damit die Kreditkarte umgehend gesperrt werden kann.
