Geschichte der Kreditkarte
Die Geschichte der Kreditkarte in Kürze
1887 – Die Kreditkarte wird erstmalig in einem Science-Fiction-Roman, geschrieben von E. Ballamy, erwähnt.
1949 – Der Geschäftsmann Frank McNamara aus den USA erfindet die erste Universal-Kreditkarte beim Besuch eines Restaurants und gründet daraufhin das Unternehmen “Diners Club”.
1951 – Die New Yorker Franklin Bank bringt die erste MasterCard auf den Markt.
1964 – Die EUROCARD wird als Alternative zu den amerikanischen Kreditkarten vom schwedischen Bankier Wallenberg eingeführt.
1980 – Ein gemeinsamer Standard für die Magnetstreifen wird auf Initiative von eurocheque eingeführt.
1992 – Die eurocheque International S.C., die eurocheque International Holding S.A. und die EUROCARD schließen sich zusammen, es entsteht die Europay International.
2003 – Die EUROCARD wird eine MasterCard.
Die ausführliche Historie der Kreditkarte
1887 – In einem SF-Roman von Edward Bellamy taucht erstmalig der Begriff der Kreditkarte auf. Die Geschichte des Romans handelt von einer futuristischen Gesellschaft. Dabei dient eine Karte aus Pappe als bargeldloses Zahlungsmittel. Wenn Zahlungsvorgänge stattfinden, wird jeweils ein Stückchen der Karte abgeschnitten, bis die Karte vollständig aufgebraucht ist.
1924 – Die ersten wirklichen Kreditkarten werden von der Western Union und der General Petroleum Corporation herausgegeben. Zunächst wurden die Karten nur speziellen Kunden angeboten. Die General Petroleum Corporation war die erste Gesellschaft, die die Kreditkarte allen Kunden angeboten hat.
1949 – In New York wird der Diners Club gegründet. Die Initiative geht auf den Geschäftsmann Frank McNamara zurück. Er hatte einige bedeutende Kunden zu einem geschäftlichen Essen in sein favorisiertes Steakhouse eingeladen. Da er seinen Geldbeutel zu Hause vergessen hatte, konnte er die Rechnung nicht in bar bezahlen. So entstand die Idee, den Diners Club zu gründen. Bis heute ist dieser Kreditkartenanbieter hauptsächlich in den USA tätig.
1951 – Der Diners Club hatte bereits über 42.000 Mitglieder, als die MasterCard 1951 auf den Markt kam. Die Franklin Bank in New York war Herausgeber der MasterCard. Sie war auch zum bargeldlosen Bezahlen in Restaurants und Geschäften vorgesehen. Die MasterCard wurde sehr schnell auch außerhalb New Yorks sehr beliebt. Innerhalb der nächsten Dekade entstand ein Franchise-System für die MasterCard. Dabei durfte jeweils eine Bank in jeder größeren Stadt die MasterCard herausgeben.
1958 – Zwei neue Wettbewerber tauchten auf dem Markt auf: die American Express und die Bank of America. Die Kreditkarten der American Express wurden zunächst in New York ausgegeben, während die Bank of Americacard, die heute unter dem Namen Visa Card bekannt sind, in Kalifornien ausgegeben wurde.
1964 – Als Alternative zu dem bislang nur amerikanischen Angebot führte der aus Schweden stammende Bankier Wallenberg eine neue Kreditkarte ein. Er nannte sie die EUROCARD. Ziemlich schnell verbreitete sich diese Kreditkarte in ganz Europa.
1966 – In den USA entstanden Zusammenschlüsse von Kreditkartenanbietern. So entstand die Interbank Card Association (ICA), die später zur MasterCard International wurde. Im selben Jahr wurde von der Bank of America die Bankamerica Service Corporation gegründet. Diese vergab Lizenzen mit der Berechtigung, die Bank of Americard herauszugeben. Gemeinsam mit den Lizenznehmern sowie der Bank of America entstand die Nabanco (National Bank Americard Corporation) für die USA. Für den Rest der Welt wurde die Ibanco gegründet. Etliche Jahre später, nämlich 1977 wurden die Nabanco und die Ibanco umbenannt, und zwar in Visa USA sowie Visa International. Wesentliches Ziel dieser neuen Kreditkartenorganisationen war nicht allein die bessere Marktstellung, sondern die Vereinheitlichung der Standards, um die Kartennutzungen zu optimieren.
1968 – Die EUROCARD International und die MasterCard International gehen eine Allianz ein mit dem erklärten Ziel, beide Karten sowohl in den USA als auch in Europa zu vermarkten.
1980 – Die eurocheque International S.C. sorgt dafür, dass ein immer gleicher Standard für Magnetstreifen eingeführt wird, was einer Revolution im bargeldlosen Zahlungsverkehr gleichkam. Dieser Standard hat dafür gesorgt, dass wir heute die uneingeschränkte Nutzung der Kreditkarten weltweit genießen können.
1983 – Für die Nutzung von Geldautomaten wird ein einheitlicher Standard eingeführt. Federführend ist die eurocheque International S.C.
1992 – Die Europay International entsteht aus der Fusion von eurocheque International S.C, der EUROCARD International und eurocheque International Holding S.A.
1993 – In Deutschland wird die Visa e.V. gegründet, ein großer ernst zu nehmender Konkurrent der EUROCARD. Allerdings wurden Visa Cards in Deutschland bereits seit 1982 herausgegeben in Lizenz der Bank of America. 1987 wurde die Visa Lizenz von der Santander Direkt Bank übernommen.
2003 – Die EUROCARD wird zu einer MasterCard. Nun tragen diese Karten nur noch das MasterCard Zeichen – die ineinandergreifenden orangefarbenen und roten Kreise. Damit entsteht eine weltweit eindeutige Positionierung, welche die Dominanz der Karte noch deutlicher macht. Für die Kunden der bisherigen EUROCARD ändert sich nichts. Derzeit kann die MasterCard an über 30 Millionen Akzeptanzstellen weltweit benutzt werden.
